ägypten Nil

Ägypten Nil

Die Bedeutung des Flusses im alten Ägypten, woher der Name Nil kommt, woher er kommt und wie lang er ist. Nur durch den Nil wurde im alten Ägypten Leben und Kultur möglich. Sie glaubten, dass der Nil aus dem Ozean stammt, der um die Erde floss, dem "Nun", dessen zweite Erscheinungsform Hapi war. Er ist einer der faszinierendsten Flüsse der Welt. Besonders für Ägypten war der Nil schon immer die wichtigste Ader des ganzen Landes.

The Nile - Ägyptens Rettungsanker in der Historie | Schüler-Enzyklopädie

Der Wasserspiegel des Nils hat bei Ebbe kaum die Wiesen erreicht. Doch schon vor Tausenden von Jahren hatten die Ägypter erlernt, die sich verändernden Pegelstände mit ausgefeilten Beregnungssystemen zu überlisten: Durch die Landwege wurden Kanale gezogen, um die Gewässer in sonst fruchtlose Gebiete zu kanalisieren. Darüber hinaus wurden diverse Schaufeln entwickelt, die noch heute bei agyptischen Landwirten zu sehen sind.

Nachher wurde das Rolltor genutzt, um frisches Trinkwasser zu entnehmen. Die von den bekannten griechischen Archäologen erfundene und daher "archimedische Schraube" genannte Vorrichtung ermöglichte es, das gesammelte Wissen auch über kürzere Distanzen zu transportieren. Außerdem gab es so genannte Kilometerzähler, die den Pegelstand des Baches gemessen und aufzeichnen. Dies ermöglichte es den Beamten im antiken Ägypten, die ungefähre Größe der Ernte vorherzusagen und die an den Zustand zu entrichtenden Zölle festzulegen.

Die vom Nil entrissenen Ländereien und die Wüsten brachten fruchtbare Erträge und waren eine Basis für den Wohlstand Ägyptens. Das Essen der Ägypten umfasste Haustiere und Hühner sowie Fische, die der Nil im Überfluss zur Verfügung stellte. Der griechische Historiker HERODOT sagte aufgrund der großen Wichtigkeit des Stroms für das spätere Land: Ägypten ist "ein Gabe des Nils".

Zur Entwicklung der hohen Kultur hatte das Reich jedoch noch mehr neben dem Nil zu bieten: Im trockenen Gebiet jenseits des Anbaufeldes fanden sich Gesteine, die sich für Gebäude, Skulpturen und Gefäße eignen, vom Hartkalkstein bis zum transparenten Toner. Darüber hinaus gab es viele Schmuckstücke wie Achat, Jaspis oder Karneol.

Außerdem war es möglich, Kokosnuss für Werkzeug und Behälter zu verwenden.

Nil - Altes Ägypten

Der Nil wurde im antiken Ägypten ganz allgemein als "großer Fluss" (iteru aa) bezeichnet. Gelegentlich wird der Name "Hapi" verwendet, denn der Gott Hapi war die Verkörperung des Namens Nil. Das Volk betete zu ihm für eine gute Flut und damit für eine gute Ernten. Wir haben den jetzigen Name von den antiken Griechinnen angenommen, die dem Fluß den Beinamen "Neilos" gegeben haben.

Mit 6.741 Kilometern ist der Nil der größte Fluß der Welt. Jedes Jahr fallen starke Regenfälle, die für den Wasserspiegel des Baches entscheidend sind. Schon früh hatten die Altägypter keine Ahnung, wo der Grund dafür lag. "Dieses bekannte Sprichwort kommt vom antiken Griechen Herodot, und er hatte Recht damit.

Idealerweise ist der Nil zwischen Juli und September so stark gestiegen, dass er seine Ufern überflutete und den fruchtbare Schlick auf die Wiesen warf. Wenn jedoch der Wasserspiegel zu tief war oder das Flutwasser zu rasch zurückging, war die Lese dementsprechend tief. Steigt der Nil dagegen zu rasch oder zieht er sich nicht rechtzeitig für die Saat zurück, entstehen Dörfer und Ackerflächen.

Die Wasserstände des nördlichen Teils des Flusses wurden auf einer Länge von 20 Kilometern abgelesen. An der Grenze von 16 Kubikmetern hat der Fluß sein ideales Niveau erreicht. Um nicht ganz von den Willkürlichkeiten des nördlichen Teils des Landes abhängt zu sein, bauten die Bauernfamilien Naturdeiche in Dämme um.

Teilweise dauerte die Überflutung des nördlichen Teils des Flusses bis zu mehreren Jahren. Weil es in Ägypten kaum Regen gibt, sind einige Flußarme völlig ausgetrocknet. Kaum oder gar nicht haben es die Boote durch die matschige Nässe des nördlichen Teils des Flusses geschafft. Katarakt waren die Namen der Stromschnellengebiete im südnubischen Teil des Öres.

Diese Hürden machten die Stromstärke sehr hoch, und das ist der Grund für den griechischen Begriff des Grauen Stars, der für Wasserfälle steht. Sie ist seit Urzeiten die naturbelassene Grenzregion zwischen Ägypten und Nubien. Das Nil war die wichtigste Verkehrsader Ägyptens. Es war so wichtig, dass die Ägyker das Steuer, das mit den Hyksos zuerst nach Ägypten kam, als Fortbewegungsmittel ausließen.

Der 885 Kilometer lange Weg von Theben nach Memphis dauert idealerweise nur etwa zweiwöchig, abhängig von der Nilhöhe und der daraus folgenden Stromstärke. Darüber hinaus variierte die Geschwindigkeit des Fortschritts der Schiffsbewegungen von Gebiet zu Gebiet. War das Tief des nördlichen Teils des Flusses im Juli bei Aswan nur 2 Meter lang, so hat er es in Memphis auf etwa 5,50 Meter geschafft.

Zur Verbesserung der Schifffahrtswege wurden gar Kunstkanäle gebaut.

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