Die Donau

Der Donaukanal

Vorne die Flaggen aller zehn Anrainerstaaten. " Die Donau" ist "eine lebendige Mischung aus Geographie, Mythos, Naturgeschichte und Menschenleben. Nach der Wolga ist die Donau der längste Fluss Europas. Die berühmte Walzer von Johann Strauß An der schönen blauen Donau wurden nach dem größten mitteleuropäischen Fluss benannt. Die Stadt Linz und die Donau: Erkunden Sie Linz vom Wasser aus, genießen Sie die Kultur am Donauufer oder entspannen Sie sich in der Natur.

Inhaltsübersicht

Donau-Länder sind diejenigen Länder, die einen Teil des Einzugsgebietes der Donau, des Donaubeckens, haben. Als Donauland werden insbesondere die an die Donau angrenzenden Länder genannt, d.h. unmittelbar am Fluss gelegen. Kilometerweise wird im Unterschied zu anderen Strömungen (z.B. am Rhein) flussaufwärts gezählt, weil die Flusskilometer der Donau auf diese Weise, d.h. von der Flussmündung (bei Sulina im Mitteldelta in Rumänien) zu Quellgebieten (in Baden-Württemberg bei Donaueschingen) verlaufen.

Viele andere Länder haben in ihrem Einzugsbereich ("alphabetisch") Anteile: die Schweiz und Italien: über den Oberlauf des Inns und der Drau (Engadin bzw. Livigno und Südtirol). Wichtigste ehemalige Donaustaaten sind das Östliche Römische Reich (Byzanz), das Ottomanische Reich Istanbul, Russland (Russisches Reich, Reich, dann Sowjetunion/USSR) und die Habsburger Monarchie Wien (später Reich Österreich oder Österreich-Ungarn, und die Länder der Ungarn und Böhmen) sowie die beiden Bundesländer des zwanzigsten Weltkrieges, Jugoslawien und die Tschechoslowakei (?SFR), und die ephemerale Struktur des Hitlerstaates (Drittes Reich).

Trotz unterschiedlicher Sprach- und Kulturräume haben die Donau-Länder vieles gemeinsam, was historisch konditioniert ist: Die Donau war jahrhundertelang die Grenzlinie und verbindende Instanz der griechisch- byzantinischen und rätoromanischen Vergangenheit mit den steppenartigen Völkern und entwickelte bis heute den romantischen, deutschen, slawisch-kulturellen Bereich mit den jetzigen Magyaren (Ungarn) dazwischen. Von der Zeit der Römerzeit bis ins hohe Mittelalter war die Donau das Tor zu Mitteleuropa, von der Völkerwanderung zu den Avaren und Magyaren zu den Türkischen Kriegen, so dass die kulturellen Grenzen über viele Jahrzehnte hinweg auf und ab der Donau zogen.

Die zunehmende germanische Besiedelung von Teilbereichen Pannoniens, der Batschka und des Banat findet seit dem XVI. Jh. auf der Donau-Transportstrecke statt. Während des langjährigen Zeitraums des Ost-West-Kriegs zwischen Sowjetunion und NATO, mit dem bündnisfreien Österreich und Jugoslawien dazwischen, hat die Donau ihre Rolle als Transportweg verloren, aber nach dem Fall bricht sie nun aufgrund mehrerer Ursachen, insbesondere der fortschreitenden EU-Erweiterung entlang der Donau, günstiger Preisstrukturen in der MOEL-Region und gemeinsamer Umweltbelange, wieder auf.

Die einzelnen Donaustaaten sind seit dem Hochmittelalter eine mehr oder weniger lockere Politikkooperation eingegangen. Für die einzelnen Donaustaaten ist dies ein wichtiger Schritt. Beispielhaft dafür ist das Modell für den Wiener Raum, das im September 1998 unter bayrischer Führung in Betrieb genommen wurde, vor allem für die Erschließung von Schongebieten.

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